Fachrichtungen

Niedergelassene Ärzte haben sich nach dem Studium auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert oder einen internistischen Schwerpunkt gesetzt. Nach mindestens fünf bis sechs Jahren Weiterbildung müssen sie eine Facharztprüfung ablegen, um als niedergelassener Arzt zugelassen zu werden. Eine Übersicht über medizinische Disziplinen und was sich hinter ihnen verbirgt.

AZur Übersicht

Allgemeinmediziner
Der Facharzt für Allgemeinmedizin ist in der Regel als Hausarzt tätig und oft der erste Ansprechpartner für Patienten bei allen gesundheitlichen Problemen. Allgemeinmediziner behandeln die ganze Bandbreite an Erkrankungen: Sie sind auf die Grundversorgung spezialisiert, betreuen chronisch kranke Patienten und kümmern sich um Prävention sowie um Rehabilitation. Sie haben eine besonders vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung und begleiten ihre Patienten oft über viele Jahre.
Anästhesisten
Anästhesisten sind für die Betäubung, also die Narkose bei Operationen, oder diagnostischen Maßnahmen zuständig. Auch die Notfallmedizin und die Schmerztherapie gehören zu ihren Gebieten.  
Augenärzte
Augenärzte sind Fachärzte für die Funktionen oder Störungen des Sehens. Dabei spielen sowohl die direkten Erkrankungen des Auges eine Rolle als auch das komplizierte Zusammenspiel von Gehirn und Auge.
Angiologe
Angiologen sind Fachärzte für innere Medizin und beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit Gefäßerkrankungen, im Speziellen Erkrankungen von Arterien, Venen und Lymphgefäßen. Dazu zählen unter anderem die Arteriosklerose mit Engstellen oder Verschlüssen, Thrombosen sowie Lymphödeme und Krampfaderleiden.

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Chirurgen
Wörtlich übersetzt bedeutet Chirurg „Handarbeiter“. Niedergelassene Chirurgen operieren entweder als Belegarzt im Krankenhaus oder sehr häufig auch ambulant. Oft übernehmen sie anschließend die Nachbehandlung. In der Regel sind Chirurgen ebenfalls auf bestimmte Organbereiche spezialisiert, zum Beispiel im Bereich der Unfallchirurgie, der Bauch- und Gefäßchirurgie.

DZur Übersicht

Diabetologe
Die Diabetologie ist ein Schwerpunkt in der inneren Medizin, der sich mit der Behandlung des Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, beschäftigt. Das Behandlungsspektrum reicht von der Insulintherapie bis hin zur Versorgung des diabetischen Fußsyndroms. Oft werden in den Praxen auch Schulungen für Zuckerkranke, etwa zur richtigen Ernährung, angeboten.

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Endokrinologe
 

 

Endokrinologen behandeln Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen.
Hormone sind lebenswichtige Botenstoffe unseres Organismus: nahezu jedes Organ des Körpers und jede Funktion wird durch sie gesteuert. Deswegen spielen Hormonstörungen bei einer Vielzahl von Erkrankungen eine Rolle, z. B. bei Rheuma, Osteoporose oder Diabetes. Aber auch bei Wachstumsstörungen, also in der Kinderheilkunde und in der Fortpflanzungsmedizin (bspw. bei Unfruchtbarkeit) ist der Endokrinologe gefragt. Die Endokrinologie ist ein Teilgebiet der inneren Medizin.

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Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Ärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin kümmern sich um die Prävention, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Funktions- und Strukturstörungen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere der Stütz- und Bewegungsapparat sowie das Nerven- und Herz-Kreislauf-System. Sie betreuen häufig chronisch schmerzkranke Patienten und arbeiten eng mit Hausärzten, anderen Fachärzten und Psychotherapeuten zusammen.

 

Facharzt für Strahlentherapie

Fachärzte für Strahlentherapie behandeln Menschen mit ionisierender Strahlung, zum Beispiel Röntgenstrahlung. Die Strahlentherapie umfasst die Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen. Am häufigsten kommt sie bei Krebserkrankungen zum Einsatz, sie wird aber auch bei Arthrosen oder dem Fersensporn angewandt.

 

Frauenärzte
Bei Frauenärzten (Gynäkologen) steht die Behandlung der weiblichen Geschlechtsorgane und der weiblichen Brust im Mittelpunkt. Dazu gehören Krebsvorsorgeuntersuchungen. Außerdem betreuen sie ihre Patientinnen während der Schwangerschaft und zur Geburt.

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Gastroenterologe

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Ein Gastroenterologe diagnostiziert und therapiert Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe: Leber, Gallenblase und Bauspeicheldrüse. Auch die Darmkrebsvorsorge in Form einer Darmspiegelung ist ein wichtiger Aufgabenbereich der Gastroenterologen.

 

Geriater

Die Geriatrie befasst sich mit der ganzheitlichen Behandlung vorwiegend älterer Patienten, die häufig gebrechlich sind und unter Mehrfacherkrankungen leiden. Ein Geriater kümmert sich um die körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekte in der Versorgung akuter und chronischer Krankheiten, um die Rehabilitation und die Prävention. Geriatrie ist die Zusatzweiterbildung eines Facharztes, häufig sind Geriater Fachärzte für innere Medizin.

 

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Hämatologe

Hämatologen behandeln Erkrankungen des Blutes, beispielsweise akute und chronische Leukämie, Bildungsstörungen des Knochenmarks, Blutveränderungen durch immunologische Prozesse, Störungen der Blutstillung und Übergerinnbarkeit des Blutes. Die Hämatologie ist ein Schwerpunkt im Fachbereich der inneren Medizin.

Hausärzte
Hausärzte sind Generalisten und für die Behandlung des gesamten Patienten mit allen seinen Erkrankungen zuständig. Dabei übernimmt der Hausarzt die erste orientierende Diagnostik und zieht wo nötig gezielt die Fachärzte hinzu.
Hals-Nasen-Ohren-Ärzte
Hals-Nasen-Ohren-Ärzte (HNO-Ärzte) kümmern sich um Erkrankungen dieser drei genannten Organe. Dabei spielen Infektionen und Allergien die größte Rolle, aber auch Tumore, Schwindel, Hörverlust und vieles mehr wird behandelt.
Hautärzte
Hautärzte (Dermatologen) befassen sich mit allen Erkrankungen der Haut, zum Beispiel allergischen Reaktionen, Ekzemen oder Hauttumoren. Zudem behandeln sie Ge-schlechtskrankheiten.
Humangenetiker
Ein Facharzt für Humangenetik sorgt für die Diagnose und Behandlung genetisch bedingter Erkrankungen. In den Bereich der Chromosomenanalyse, der Zytogenetik, fällt etwa die Pränataldiagnostik. Mit molekulargenetischen Analysen, sogenannten Gentests, können Humangenetiker genetisch bedingte Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen erkennen.

IZur Übersicht

Internisten
Internisten sind Fachärzte für Innere Medizin. Ihr Interesse gilt der Funktion sämtlicher innerer Organe und Gefäße. In der Regel haben sie sich auf einen Schwerpunkt spezialisiert. So kümmern sich etwa Kardiologen um Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Gastroenterologen um Krankheiten des Magen-Darm-Traktes. Neben den fachärztlich tätigen Internisten gibt es auch hausärztlich tätige Internisten ohne Schwerpunkt. 

KZur Übersicht

Kardiologe
Ein Kardiologe ist ein Internist und diagnostiziert und behandelt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu zählen etwa Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruckerkrankungen oder koronare Herzerkrankungen.
Kinder- und Jugendärzte
Kinder- und Jugendärzte befassen sich mit der Entwicklung des kindlichen und jugendlichen Organismus, seiner Erkrankung und Behandlung. Neben akuten Erkrankungen wie Infektionen oder Verletzungen spielen die Früherkennung und vorbeugende Behandlung von Krankheiten eine elementare Rolle in diesem Fachgebiet: Sie sind erste Anlaufstelle für Impfungen sowie alle
U- und J-Untersuchungen für Kinder und Jugendliche.
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind speziell für die Therapie von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen ausgebildet. Sie behandeln psychisch erkrankte oder bedingt durch körperliche Krankheiten psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche. Bei Kindern und jungen Jugendlichen werden die Bezugspersonen regelmäßig in die Therapie einbezogen.

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten haben Sozialpädagogik, Pädagogik, Sozialwissenschaften oder Psychologie studiert. Anschließend folgt eine - in der Regel berufsbegleitende - Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an einem Institut mit staatlicher Abschlussprüfung und Approbation.
Kinder- und Jugendpsychiater
Bei Störungen psychischer und/oder psychosomatischer Art bei Kindern und Jugendlichen sind diese Fachärzte zuständig. Sie helfen zum Beispiel bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse, bei Angststörungen und bei anderen Verhaltensauffälligkeiten. 

LZur Übersicht

Laborärzte
Labormediziner arbeiten fächerübergreifend in Labors. Sie untersuchen zum Beispiel Urin- oder Blutproben, um den behandelnden Ärzten Hinweise auf die vorliegende Erkrankung zu geben. 
Lungenärzte
Die Lungenheilkunde, auch Pneumologie genannt, ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Die Fachärzte dieses Gebiets kümmern sich um Erkrankungen der Atemwege. Allergologie und Schlafmedizin sind ebenfalls Teil der Spezialisierung. 

MZur Übersicht

Magen-Darm-Arzt

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Ein Gastroenterologe diagnostiziert und therapiert Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe: Leber, Gallenblase und Bauspeicheldrüse. Auch die Darmkrebsvorsorge in Form einer Darmspiegelung ist ein wichtiger Aufgabenbereich der Magen-Darm-Ärzte, auch Gastroenterologen genannt.

 

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen
Für den Beruf des Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen benötigt man eine doppelte Ausbildung in Human- und Zahnmedizin. Diese Fachärzte befassen sich mit der Funktion des Mund- und Kieferbereiches, wozu auch das Kauen, Schlucken und Sprechen gehören. Plastisch-ästhetische Operationen, die beispielsweise zur Wiederherstellung nach Unfällen oder Tumoroperationen durchgeführt werden, sind weitere Aufgaben. 

NZur Übersicht

Nephrologe

Der Nephrologe ist Facharzt für innere Medizin. Er diagnostiziert Nierenerkrankungen und befasst sich mit der nichtchirurgischen Therapie der erkrankten Nieren. Bei Patienten mit Nierenversagen betreut er die Dialyse zur Blutreinigung. Die Betreuung der Nachsorge von Nierentransplantierten gehört zu seinem Aufgabenbereich, wie auch die Unterbereiche: Bluthochdruck und Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes.

Nervenärzte
Nervenärzte sind Fachärzte für Psychiatrie und Neurologie, sie haben beide Facharztausbildungen absolviert.
Neurologen
Neurologie und Psychiatrie waren lange zusammengefasst als „Nervenheilkunde“. Inzwischen handelt es sich um zwei eigenständige Fächer. Neurologen sind Fachärzte für das menschliche Nervensystem (Gehirn, Rückenmark, Nervenbahnen). Darunter fallen diejenigen Krankheiten, bei denen keine psychischen Störungen im Vordergrund stehen. Sie behandeln zum Beispiel Schlaganfall- oder Parkinsonpatienten.
Neurochirurgen
Die Neurochirurgie ist ein eigenständiges Fach, das sich mit den Operationen am Gehirn oder an den Nervenbahnen befasst. Dazu gehören auch die Operationen an der Wirbelsäule. 
Nuklearmediziner
Nuklearmediziner setzen zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten radioaktive Sustanzen ein. Beispiele dafür sind die Darstellung der Schilddrüse (Schilddrüsenszintigrafie) oder auch die Knochenszintigrafie.

OZur Übersicht

Onkologe
 

Die Onkologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Onkologen behandeln Krebserkrankungen aller Art. In der Tumortherapie setzen sie beispielsweise auch ambulant die intravenöse und orale Chemotherapie ein. Auch die Vorbeugung und Behandlung von Nebenwirkungen einer Therapie spielt eine große Rolle in ihrem Aufgabenspektrum.

Orthopäden
Orthopäden behandeln Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Dazu gehören Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen. Das Behandlungsspektrum reicht vom Tennisarm über Rückenschmerzen bis hin zum Bandscheibenvorfall. 

PZur Übersicht

Pathologen
Fälschlicherweise wird geglaubt, sie führen hauptsächlich Obduktionen an Verstorbenen durch. In Wirklichkeit ist der wesentlich größere Teil der Arbeit eines Pathologen die Untersuchung von Gewebeproben, die bei Untersuchungen. zum Beispiel bei Magen- oder Darmspiegelungen oder bei Operationen entnommen werden.
Psychotherapeuten
Psychotherapeuten behandeln seelische Erkrankungen oder seelisch bedingte körperliche Krankheiten. So bieten sie Hilfe bei Depressionen, Angstzuständen oder Verhaltensstörungen. Man unterscheidet zwischen ärztlichen Psychotherapeuten, die Medizin studiert und dann eine Psychotherapieausbildung absolviert haben, und Psychologischen Psychotherapeuten, die vor der Psychotherapeutenausbildung in der Regel Psychologie studiert haben. Speziell um Kinder und Jugendliche kümmern sich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. 
Psychiater
Psychiater haben nach einem abgeschlossenen Medizinstudium eine mehrjährige Facharztausbildung zum Psychiater absolviert. Sie untersuchen und behandeln krankhafte Veränderungen und Störungen der Gefühle, des Denkens, aber auch der Stimmungen, des Antriebs, des Gedächtnisses oder des Erlebens und Verhaltens, oft auch medika-mentös oder auch mit Psychotherapie.
Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Wenn die Seele (griechisch: Psyche) leidet, kann der Körper (griechisch: Soma) krank werden. Der Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie klärt beide Seiten ab und achtet auf die Zusammenhänge. Er diagnostiziert und behandelt Erkrankungen, die sich sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene zeigen.

RZur Übersicht

Radiologen
Mittels bildgebender Verfahren wie Radiographie, Ultraschall oder Magnetresonanztherapie erstellen Radiologen Aufnahmen vom Inneren des Körpers, die häufig diagnostischen Zwecken dienen. Die großen Untersuchungsfelder sind dabei Verletzungen und Verletzungsfolgen, Tumore, Entzündungen und Herzerkrankungen.
Rheumatologe

Die Rheumatologie ist ein Teilgebiet der inneren Medizin. Rheumatologen diagnostizieren und behandeln alle rheumatischen Erkrankungen. Zum rheumatischen Formenkreis zählen an die 400 Erkrankungen, etwa rheumatoide Arthritis oder Morbus Bechterew.

 

TZur Übersicht

Transfusionsmediziner
Transfusionsmediziner haben sich mit einer 5-jährigen Weiterbildung auf Bluttransfusionen spezialisiert. Sie beschäftigen sich mit der Auswahl und Betreuung von Blutspendern, der Herstellung, der Verabreichung und Gewinnung von Bluttransfusionen sowie der Prüfung und Weiterentwicklung von Blut- und Stammzellpräparaten.

 

 

UZur Übersicht

Urologen
Urologen kümmern sich um die Bereiche der harnbildenden/-ableitenden Organe. Sie behandeln zum Beispiel Blasenentzündungen, Nierensteine oder Harninkontinenz. Auch die Behandlung der männlichen Geschlechtsorgane gehört in ihren Aufgabenbereich, etwa Prostatauntersuchungen.