Häufige Fragen

Deutschlands niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten zeigen Gesicht. Eine Aufklärungskampagne zeigt bis 2017 den Berufsstand so, wie er ist – mit seinen schönen wie kritischen Seiten. Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

Fragen 2015Zur Übersicht

Welche Ziele verfolgt die Kampagne?
Die Kampagne soll die Attraktivität des Arztberufs steigern, indem Ärzte und Psychotherapeuten ihren Einsatz und ihr Engagement im Beruf schildern. Mit authentischen Statements soll der Öffentlichkeit vermittelt werden, was niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten unter zunehmend schwierigen Bedingungen tagtäglich leisten. Dazu möchte die Kampagne auch das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten stärken. 2016 liegt der inhaltliche Fokus der Kampagne auf der Nähe zwischen Ärzten und Patienten, Ärztinnen und Ärzten untereinander und der Nähe zwischen niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten und ihren potenziellen Nachfolgern. Die Kampagne thematisiert nach wie vor die Qualität der medizinischen Arbeit. Dabei liegt der kommunikative Schwerpunkt auch in diesem Jahr auf der persönlichen Versorgung, die in dieser Form ausschließlich durch die niedergelassenen Haus- und Fachärzte gewährleistet wird.
Mit welchen Problemen haben niedergelassene Ärzte aktuell zu kämpfen?

In Zeiten des demografischen Wandels, der mehr ältere und behandlungsbedürftige Patienten mit sich bringt, und angesichts steigender bürokratischer Verpflichtungen haben immer mehr Ärzte immer weniger Zeit für bereits jetzt im Schnitt mehr als 40 Patienten pro Tag. Wachsende bürokratische Anforderungen verschlingen zudem rund 15 Prozent der täglichen Kernarbeitszeit niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. Immer mehr Ärzte haben darüber hinaus Schwierigkeiten, einen Nachfolger für ihre Praxis zu finden. In ländlichen Regionen macht sich mancherorts schon heute ein Ärztemangel bemerkbar, das Problem wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Bis 2021 werden voraussichtlich 51.000 Mediziner in Rente gehen.

Auf welchen Kanälen wird geworben?
Der Startschuss zur Kampagne ist am 26. April 2013 mit einem TV-Spot vor der Tagesschau gefallen. Seither geben Ärzte und Psychotherapeuten auf Plakaten, Flyern, Broschüren und im Internet als Menschen und Bürger ihrem Berufsstand ein Gesicht.
Ab Mai 2016 geht die Kampagne mit weiteren Plakatmotiven in eine neue Runde. Der Fokus der Kampagne liegt fortan auf den Leistungen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte. Die persönliche Versorgung, die nur durch die niedergelassenen Haus- und Fachärzte gewährleistet werden kann und die Nähe zu ihren Patienten werden in den Vordergrund gerückt.
Abseits der Kanäle klassischer Werbung vermitteln die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in einem Patientenmagazin und in Broschüren mit redaktionellen Beiträgen sowie einer umfangreichen Kampagnen-Webseite unter www.ihre-aerzte.de ein ebenso emotionales wie realistisches Bild ihrer täglichen Arbeit. Auf der Nachwuchswebsite www.lass-dich-nieder.de sollen darüber hinaus gezielt junge Ärzte für eine Tätigkeit in der Niederlassung begeistert werden.

Was soll die Kampagne außerdem leisten?
Teile der Medien und der Politik stellen den Berufsstand gerne als korrupt sowie als Pfuscher dar. Das ist nicht nur falsch, sondern eine Missachtung des Engagements von Ärzten und Psychotherapeuten, die täglich unter schwierigen Bedingungen ihre Patienten versorgen. Das Fehlverhalten Einzelner, das streng geahndet wird und werden muss, darf nicht stellvertretend für einen ganzen Berufsstand stehen.

Daneben gilt es, dem sich abzeichnenden Ärztemangel bereits frühzeitig entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund hat die Kampagne unter dem Motto »Lass dich nieder!« in den Jahren 2014 und 2015 an allen 37 deutschen Universitäten mit medizinischen Fakultäten mit gezielten Maßnahmen um junge Mediziner geworben. Ab 2016 wird die Nachwuchskampagne mit eigenen Motiven in die Ärztekampagne »Wir arbeiten für Ihr Leben gern.« integriert. Auch diese Plakate sind wieder im Umfeld der medizinischen Fakultäten sichtbar. Zudem stellen die Website www.lass-dich-nieder.de und der eigene Facebook-Kanal den Nachwuchsärzten die wichtigsten Fakten, Zahlen und Kontakte rund um die ärztliche Niederlassung zur Verfügung.
Wer steht hinter der Kampagne?
Auftraggeber der Kampagne (Kosten: rund 15 Millionen Euro über fünf Jahre) sind die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die bundesweit 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Als Absender treten aber allein die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Erscheinung. Vertreter verschiedener medizinischer Fachbereiche haben der Kampagne bisher Gesicht und Stimme geliehen.

Durch die geplante Produktion weiterer Motive mit immer neuen Themenschwerpunkten wird diese Zahl bis zum Ende der Kampagne im Jahr 2017 noch weiter steigen. Darüber hinaus erhalten sämtliche Ärzte und Psychotherapeuten Deutschlands die Möglichkeit, die Kampagne durch Materialien in ihrer Praxis mitzutragen. Alle Kampagnenmaterialien können auf der Website www.ihre-aerzte.de bestellt werden. Konzipiert und umgesetzt wird »Wir arbeiten für Ihr Leben gern.« von der Berliner Kommunikationsagentur ressourcenmangel.