Über die Kampagne

»Wir arbeiten für Ihr Leben gern.«

Sie ist auf Postern in der Praxis zu sehen, auf großen Plakatwänden in den Landeshauptstädten und an allen ICE-Bahnhöfen: die Kampagne »Wir arbeiten für Ihr Leben gern.«. In ihrem Mittelpunkt stehen die rund 165.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten, die mit ihrer Arbeit die ambulante Versorgung in Deutschland sicherstellen. Besonders im Bundestagswahljahr 2017 soll ihre Leistungsfähigkeit klar herausgestellt werden. Denn die Qualität unseres Gesundheitswesens ist nicht selbstverständlich. Um in Zukunft weiterhin eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau zu ermöglichen, ist auch die Politik gefragt.

Niedergelassene Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten bilden mit 102.000 Praxen das Rückgrat des deutschen Gesundheitssystems und sichern eine flächendeckende, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung. Diesen Einsatz beleuchtet die Kampagne, indem sie Ärzte und Psychotherapeuten 2017 erstmals in ihrem realen Arbeitsumfeld zeigt – in der Großstadt ebenso wie in der Kleinstadt und auf dem Land. So sind sechs Plakatmotive mit sechs Geschichten entstanden: ein Orthopäde auf dem Weg zum ärztlichen Bereitschaftsdienst, der für die 116117 wirbt; eine Hausärztin am Strand von Ueckermünde, die sich auch bei Gegenwind für ihre Patienten einsetzt; ein Kardiologe vor seiner Praxis auf dem Land, der sich für eine flächendeckende ambulante Versorgung stark macht; ein Hausarzt und seine Nachfolgerin im Gespräch, die gemeinsam Chancen für Nachwuchsmediziner aufzeigen; eine Hausärztin vor einem Hausbesuch in einem Berliner Seniorenheim, die die Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung thematisiert; eine Psychotherapeutin in einem Wohnviertel in Berlin Kreuzberg, die sich den Ängsten ihrer Klienten annimmt.


Dadurch, dass Ärzte und Psychotherapeuten der Kampagne für Großflächenplakate und zahlreiche weitere Formate Gesicht und Stimme leihen, tragen sie dazu bei, ein authentisches Bild ihres Berufsstands in der Öffentlichkeit zu zeigen. Zudem verdeutlichen sie, was sie für das deutsche Gesundheitssystem leisten und gehen auf ihre täglichen Herausforderungen ein. So rückt die Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenärztliche Vereinigungen nicht nur die Qualität der medizinischen Versorgung in den Fokus. Sie spricht auch die zunehmend schwieriger werdenden Bedingungen an. Denn längst machen sich Probleme wie die schwache Infrastruktur mancher Regionen und der damit einhergehende Ärztemangel auch im Versorgungsalltag bemerkbar.

Video: Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, über die Kampagne 2017.

Um im Bundestagswahljahr Aufmerksamkeit für diese Themen zu schaffen und Lösungsansätze voranzutreiben, findet vom 26. bis 30. Juni die Woche der ambulanten Versorgung mit zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland statt. Sie dient dazu, mit Politikern, Gesundheitsexperten und weiteren Akteuren ins Gespräch zu kommen. So sollen unter anderem Modelle zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung diskutiert werden. Darüber hinaus lädt die KBV am 27. und 28. Juni zu einem Sicherstellungskongress in Berlin ein.

Begleitet werden die Aktionen durch Anzeigen und Plakatmotive, die sich an besonderen Orten auf ihr jeweiliges Umfeld beziehen. So sind zum Beispiel an den Fluggastbrücken des Berliner Flughafens Tegel Plakate mit folgender Aufschrift zu sehen: »Wo Sie herkommen, gibt es gute Ärzte und Psychotherapeuten. Wir sorgen dafür, dass das so bleibt.« Am Veranstaltungsort des Deutschen Ärztetag finden sich Banner mit dem Satz: »Bleiben bei uns nie auf der Strecke: die Patienten.« Und im politischen Berlin fahren Posterwagen, die folgende Botschaft vermitteln: »Es gibt tolle Krankenhäuser. Wir sorgen dafür, dass Sie nicht dorthin müssen.«

»Lass dich nieder!« wird fortgeführt

Auch 2017 wird die Kampagne für den medizinischen Nachwuchs fortgeführt. Sie ist integriert in »Wir arbeiten für Ihr Leben gern.« und läuft seit 2014 unter dem Motto »Lass dich nieder!« und informiert über die Chancen und Optionen, die eine ambulante Tätigkeit als niedergelassener Arzt bietet. Denn klar ist: Um die flächendeckende, wohnortnahe und qualitativ hochwertige ambulante Versorgung vor Ort zu sichern, wird dringend medizinischer Nachwuchs gebraucht. Bis 2021 werden 51.000 Mediziner altersbedingt aus ihrem Beruf ausscheiden. Für angehende Mediziner und junge Ärzte gibt es auf lass-dich-nieder.de auch Beratungsmöglichkeiten durch ein Mentorenteam und als weitere Dialogangebote eine Facebook-Seite und einen Newsletter, der mehrmals im Semester erscheint.

Häufig gestellte Fragen zur Kampagne

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Welche Ziele verfolgt die Kampagne?
Die Kampagne soll die Attraktivität des Arztberufs steigern, indem Ärzte und Psychotherapeuten ihren Einsatz und ihr Engagement im Beruf schildern. Mit authentischen Statements soll der Öffentlichkeit vermittelt werden, was niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten unter zunehmend schwierigen Bedingungen tagtäglich leisten. Dazu möchte die Kampagne auch das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten stärken. 2017 liegt der inhaltliche Fokus der Kampagne auf der Leistungsfähigkeit der ambulanten Versorgung, die flächendeckend, wohnortnah und qualitativ hochwertig ist. Damit thematisiert die Kampagne den hohen Standard des deutschen Gesundheitssystems, der ohne den besonderen Einsatz der rund 165.000 niedergelassenen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten undenkbar wäre.
Mit welchen Problemen haben niedergelassene Ärzte aktuell zu kämpfen?

In Zeiten des demografischen Wandels, der mehr ältere und behandlungsbedürftige Patienten mit sich bringt, und angesichts steigender bürokratischer Verpflichtungen haben immer mehr Ärzte immer weniger Zeit für bereits jetzt im Schnitt mehr als 40 Patienten pro Tag. Wachsende bürokratische Anforderungen verschlingen zudem rund 15 Prozent der täglichen Kernarbeitszeit niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. Immer mehr Ärzte haben darüber hinaus Schwierigkeiten, einen Nachfolger für ihre Praxis zu finden. In ländlichen Regionen macht sich mancherorts schon heute ein Ärztemangel bemerkbar, das Problem wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Bis 2021 werden voraussichtlich 51.000 Mediziner in Rente gehen.

Auf welchen Kanälen wird geworben?
Der Startschuss zur Kampagne ist am 26. April 2013 mit einem TV-Spot vor der Tagesschau gefallen. Seither geben Ärzte und Psychotherapeuten auf Plakaten, Flyern, Broschüren und im Internet als Menschen und Bürger ihrem Berufsstand ein Gesicht.
Im Mai 2017 ist die Kampagne mit weiteren Plakatmotiven in eine neue Runde gegangen. Der Fokus der Kampagne liegt fortan auf den Leistungen der niedergelassenen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten. Die Kampagne verdeutlicht, wie sie die ambulante Versorgung sichern – heute und in Zukunft. 
Abseits der Kanäle klassischer Werbung vermitteln die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in einem Patientenmagazin und in Broschüren mit redaktionellen Beiträgen sowie einer umfangreichen Kampagnen-Webseite unter www.ihre-aerzte.de ein ebenso emotionales wie realistisches Bild ihrer täglichen Arbeit. Auf der Nachwuchswebsite www.lass-dich-nieder.de sollen darüber hinaus gezielt junge Ärzte für eine Tätigkeit in der Niederlassung begeistert werden.
Was soll die Kampagne außerdem leisten?
Teile der Medien und der Politik stellen den Berufsstand gerne als korrupt sowie als Pfuscher dar. Das ist nicht nur falsch, sondern eine Missachtung des Engagements von Ärzten und Psychotherapeuten, die täglich unter schwierigen Bedingungen ihre Patienten versorgen. Das Fehlverhalten Einzelner, das streng geahndet wird und werden muss, darf nicht stellvertretend für einen ganzen Berufsstand stehen.

Daneben gilt es, dem sich abzeichnenden Ärztemangel bereits frühzeitig entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund hat die Kampagne unter dem Motto »Lass dich nieder!« in den Jahren 2014 und 2015 an allen 37 deutschen Universitäten mit medizinischen Fakultäten mit gezielten Maßnahmen um junge Mediziner geworben. Seit 2016 ist die Nachwuchskampagne mit eigenen Motiven in die Ärztekampagne »Wir arbeiten für Ihr Leben gern.« integriert. Auch diese Plakate sind wieder im Umfeld der medizinischen Fakultäten sichtbar. Zudem stellen die Website www.lass-dich-nieder.de und der eigene Facebook-Kanal den Nachwuchsärzten die wichtigsten Fakten, Zahlen und Kontakte rund um die ärztliche Niederlassung zur Verfügung.
Wer steht hinter der Kampagne?
Auftraggeber der Kampagne (Kosten: rund 15 Millionen Euro über fünf Jahre) sind die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die bundesweit 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Als Absender treten aber allein die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Erscheinung. Vertreter verschiedener medizinischer Fachbereiche haben der Kampagne, die noch bis Ende 2017 läuft, bisher Gesicht und Stimme geliehen.

Darüber hinaus erhalten sämtliche Ärzte und Psychotherapeuten Deutschlands die Möglichkeit, die Kampagne durch Materialien in ihrer Praxis mitzutragen. Alle Kampagnenmaterialien können auf der Website www.ihre-aerzte.de bestellt werden. Konzipiert und umgesetzt wird »Wir arbeiten für Ihr Leben gern.« von der Berliner Kommunikationsagentur ressourcenmangel.