Kassenärtzliche Vereinigungen

Das Zusammenspiel von Krankenkassen und Ärzten

In Deutschland ist die finanzielle Seite der ambulanten Behandlung durch ein komplexes System geregelt, das aus vier Parteien besteht: Ärzten, Patienten, Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen. Letztere stellen den KVen das Geld für die ambulante medizinische Versorgung zur Verfügung, aus dem die Arzthonorare finanziert werden.

 

Rund 130 gesetzliche Krankenkassen stehen fast 150.000 Vertragsärzten und -psychotherapeuten in der ambulanten Versorgung gegenüber. Die Verträge und Abrechnungen zwischen den Krankenkassen und den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten übernimmt komplett die KV. Ein direkter Kontakt zwischen einzelnen Ärzten und den Krankenkassen findet in diesem Zusammenhang nicht statt. Das heißt: Die Krankenkasse zahlt eine Gesamtvergütung für all ihre Versicherten an die KV, die wiederum diesen Betrag an ihre Mitglieder, also die Ärzte, verteilt. Dabei gibt es je einen eigenen Topf für Haus- und für Fachärzte. Im Gegenzug müssen die KVen die Gewährleistung übernehmen, dass alle vertragsärztlichen Leistungen ordnungsgemäß erbracht wurden. Die einzelnen Leistungen rechnet ein Arzt also immer nur bei der zuständigen KV ab, ohne dabei mit der Krankenkasse in Kontakt zu treten.